HSG-Frauen bleiben in der Oberliga

Profitiert von zwei Rückzügen Die Frau­en der HSG Sulz­bach/Lei­ders­bach wer­den auch in der kom­men­den Sai­son in der Ober­li­ga Hes­sen auflau­fen. Nach­dem die SG Bruch­köb­el und die HSG Zweh­ren/Kas­sel ih­re Mann­schaf­ten vom Spiel­be­trieb aus der Ober­li­ga ab­ge­mel­det ha­ben, hat­te die HSG Sulz­bach/Lei­ders­bach die Op­ti­on, als Ta­bel­le­n­elf­ter in der Li­ga zu ver­b­lei­ben.

Diese Option nahmen die HSG-Frauen nun wahr. Sie hätten auch den Weg in die Landesliga gehen können, doch nach reiflicher Überlegung beschlossen die Vorstandschaft und Trainer Simon Möckl dieses »Geschenk« anzunehmen.

»Mammutaufgabe«

»Uns ist zwar allen deutlich bewusst, dass das eine Mammutaufgabe wird, doch schien es dennoch nicht richtig, diese Chance auszuschlagen. Zusätzlich waren es vor allem die meisten der verbliebenen Spielerinnen, die das erneute Projekt Oberliga angehen wollen und dafür plädierten, in der Klasse zu bleiben. Also gehen der Verein und ich diesen Weg mit der Mannschaft«, sagte Trainer Möckl.

Einige Spielerinnen hatten bereits nach Rundenende bei anderen Vereinen zugesagt. Sie werden aber wohl trotz der neuen Situation bei der HSG diese Zusage nicht zurückziehen. Möckl: »Ich finde das zwar sehr schade, aber auch durchaus nachvollziehbar, dass sie zu ihrem Wort stehen. Es sind in dieser Richtung jedoch noch nicht alle Gespräche abschließend geführt, vielleicht ergibt sich bei der einen oder anderen doch noch etwas.«

Kein schlagkräftiger Kader

Aktuell hat die HSG Sulzbach/Leidersbach noch keinen schlagkräftigen Kader. Die Verantwortlichen versuchen aber alles, dies zeitnah zu ändern. Es ist ihnen dabei bewusst, dass die Zeit drängt und es schon reichlich spät ist, denn die meisten Spielerinnen stehen schon bei anderen Vereinen im Wort. Doch die Verantwortlichen hoffen, dass ihnen ihre Suche durch den Anreiz Oberliga etwas erleichtert wird.

»Die Entscheidung meiner Spielerinnen war ausschlaggebend, diesen Weg zu gehen. Das zeigt meiner Meinung nach ihren Ehrgeiz und ihre starke Moral. Selbst wenn wir also bei einem eher kleineren Kader bleiben und die kommende Runde wohl kaum leichter wird als die letzte, freue ich mich auf Aufgabe, die vor uns liegt und gehe diese nach einer wohlverdienten Pause mit meinem Team gerne an«, gibt sich Möckl optimistisch.
mars

Quelle: Main-Echo

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